Von grünen Zahnstochern und Bauchnabelbürsten, lustigen Gummis und viel viel mehr
Ganz besonders schlimm wurde es an unseren letzten beiden Tagen in Florida, da John nun langsam die Torschlusspanik überkam: Egal ob Tankstelle, kleiner Drugstore oder Riesensupermarkt: überall wurde jetzt Halt gemacht, um die verdammten Zahnstocher zu finden. Leider wurden unsere Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt – es gab entweder nur die ganz einfachen aus Holz oder Grüne aus Plastik, was umso bedauerlicher war, da wir nun ja wussten, dass es die Dinger tatsächlich in Amerika gibt. Allerdings scheint mein Vater auch von unserem Alternativgeschenk „for the person who has everything“ hellauf begeistert zu sein, das wir in Nashville gefunden haben: Eine Fusselbürste für den Nabel, mit einem kleinen Bürstenkopf aus kuscheligem rotem Plüsch – wenn das mal kein gelungener Ersatz ist!
Mit den Bottle Tops wird nicht nur das Trinken aus der Dose angenehmer, auch das Getränk wird nicht so schnell fad, außerdem können keine Wespen reinschlüpfen und zudem kann man die Dose auch bequem im Auto transportieren, ohne etwas zu verschütten. Wenn man allerdings einen undichten Verschluss oder eine leicht verbeulte Dose erwischt, kann’s schon mal ne etwas größere Schweinerei im Auto geben (wir wissen das aus Erfahrung). Besonders wichtig ist auch, dass man die Dose öffnet, bevor man den Bottle Top anbringt (da das Teil bombenfest sitzt und nur schwer wieder zu lösen ist – die Dose bleibt dabei nur selten heil). Außerdem sollte man beim Aufstülpen des Kopfes sehr behutsam vorgehen, John ist bei seinem ersten brachialen Versuch abgerutscht und hat sein ganzes Mountain Dew über den Küchentisch (und seine Mutter) verteilt. Insgesamt waren die Bottle Tops jedoch angenehme und nützliche Begleiter während unserer gesamten Reise.
Immer wenn jemand aus unserer Familie auf Reisen
geht, lautet der Standardspruch meines Vaters: „Und bringt fei grüne
Zahnstocher mit!“ Bisher ist noch niemandem dieses Unterfangen geglückt,
umso zuversichtlicher waren wir, in den USA die grünen Zahnstocher (aus
Holz, nicht aus Plastik) zu finden – hier gibt’s doch schließlich
alles, oder? Dummerweise haben wir in den ersten Wochen nicht akribisch
genug gesucht, denn kaum hatten wir Michigan verlassen, meldete sich
Lucretia bei uns, um zu sagen, sie hätte grüne Holz-Zahnstocher in einem
Supermarkt gesehen. Von dem Moment an war natürlich insbesondere Johns
Ehrgeiz geweckt, wobei die Herausforderung hauptsächlich darin bestand,
in einem riesigen amerikanischen Supermarkt das entsprechende Regal zu
finden – oder wüsstet Ihr auf Anhieb, wo man da nach Zahnstochern suchen
soll? (Meistens waren sie nicht weit von Backpapier, Alupfannen,
Servietten und Strohhalmen – nur falls jemand auf seiner nächsten
USA-Reise mal dringend Zahnstocher benötigen sollte).
Ganz besonders schlimm wurde es an unseren letzten beiden Tagen in Florida, da John nun langsam die Torschlusspanik überkam: Egal ob Tankstelle, kleiner Drugstore oder Riesensupermarkt: überall wurde jetzt Halt gemacht, um die verdammten Zahnstocher zu finden. Leider wurden unsere Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt – es gab entweder nur die ganz einfachen aus Holz oder Grüne aus Plastik, was umso bedauerlicher war, da wir nun ja wussten, dass es die Dinger tatsächlich in Amerika gibt. Allerdings scheint mein Vater auch von unserem Alternativgeschenk „for the person who has everything“ hellauf begeistert zu sein, das wir in Nashville gefunden haben: Eine Fusselbürste für den Nabel, mit einem kleinen Bürstenkopf aus kuscheligem rotem Plüsch – wenn das mal kein gelungener Ersatz ist!
Es gab aber auch allerhand andere witzige und
nützliche Sachen, die es vielleicht auch in Deutschland geben mag, wir
allerdings hierzulande noch nicht entdeckt haben. Als besonders
praktisch vom ersten Tag an erwiesen sich sogenannte Bottle Tops,
Flaschenhälse aus Plastik mit Verschluss, die man auf Getränkedosen
anbringen kann. Anders als bei uns gibt es in Amerika Getränke noch
hauptsächlich in Dosen, die zusammen mit Papier, Restmüll und Plastik
alle im gleichen Mülleimer landen – nur in Michigan gibt’s Pfand auf die
Dosen, so dass sich das getrennte Sammeln lohnt.
Mit den Bottle Tops wird nicht nur das Trinken aus der Dose angenehmer, auch das Getränk wird nicht so schnell fad, außerdem können keine Wespen reinschlüpfen und zudem kann man die Dose auch bequem im Auto transportieren, ohne etwas zu verschütten. Wenn man allerdings einen undichten Verschluss oder eine leicht verbeulte Dose erwischt, kann’s schon mal ne etwas größere Schweinerei im Auto geben (wir wissen das aus Erfahrung). Besonders wichtig ist auch, dass man die Dose öffnet, bevor man den Bottle Top anbringt (da das Teil bombenfest sitzt und nur schwer wieder zu lösen ist – die Dose bleibt dabei nur selten heil). Außerdem sollte man beim Aufstülpen des Kopfes sehr behutsam vorgehen, John ist bei seinem ersten brachialen Versuch abgerutscht und hat sein ganzes Mountain Dew über den Küchentisch (und seine Mutter) verteilt. Insgesamt waren die Bottle Tops jedoch angenehme und nützliche Begleiter während unserer gesamten Reise.
Nützliche Begleiter sind für viele Frauen sicherlich
auch solche Handtaschen, wie Sandy eine hat: die Basistasche ist –
vermutlich – mit Metallfäden durchzogen, die verschiedenen Ummantelungen
sind magnetisch und können jederzeit ausgetauscht werden, so dass die
Handtasche farblich und stylisch immer zur Kleidung passt und man sich
das Umräumen des Tascheninhaltes erspart. Gottseidank bin ich nicht so
sehr auf Handtaschen abgerichtet, sonst hätten wir der Zahnstocher-Suche
noch eine weitere Mission hinzufügen müssen.
Was man nicht suchen muss, weil es das an jeder Ecke
gibt, sind die sogenannten Silly Bands, scheinbar der letzte Schrei in
den USA. Dabei handelt es sich um dünne Gummiarmbänder in Quietschfarben
und allen erdenklichen Formen, ob Tier-Silhouetten, Sterne, Buchstaben
oder die Umrisse von Disney-Figuren – zu jedem Thema gibt es
verschiedene Beutelchen mit ca. zehn Bändern zu kaufen, und das wirklich
überall! Schön sind sie nun wirklich nicht, aber wir haben Hanna mal
zwei Tütchen mitgebracht – sollte dieser seltsame Trend nach Deutschland
schwappen (wovon auszugehen ist, bei der Rewe soll’s schon welche
geben), wird sie eine der Vorreiterinnen sein – und ihr scheinen sie ja
zu gefallen.
Über die riesige Auswahl unterschiedlicher
Lebensmittel braucht man eigentlich gar nicht weiter zu reden. Jedes
Mal, wenn wir mit hängenden Köpfen aus dem Zahnstocher-Gang geschlichen
sind, wollte John noch einen Abstecher zu den Süßigkeiten machen. Die
perverseste Ausbeute war einmal eine riesige Sammeltüte mit 22 einzeln
verpackten Mini-Chipstüten verschiedener Marken und Geschmacksrichtungen
(die sich für den kleinen Hunger zwischendurch dann allerdings doch als
ganz brauchbar herausstellten). Für John waren die Ausflüge in die
Süßigkeitenabteilungen wie eine Stippvisite im Schlaraffenland und ich
machte erstmals Bekanntschaft mit so Sachen wie Cracker-Jacks und Life
Savers. Überwältigend fand selbst John die riesige Auswahl an Popcorn in
sämtlichen Variationen, während ich wahrscheinlich die Poptarts (die
bereits erwähnten Kekse für den Toaster) am meisten vermissen werde.
Wir haben natürlich eingekauft wie die Weltmeister,
und so kann auch die Beschäftigung mit dem Wechselgeld zu einem
interessanten Zeitvertreib werden. So wie man bei uns mal gelegentlich
aus Langeweile einen Blick auf die Münzen wirft, um zu sehen, aus
welchem Euro-Land sie stammen, kann man in den USA die Quarters (25 Cent
Stücke) unter die Lupe nehmen. Manche haben nur das Symbol der
Vereinigten Staaten auf der Rückseite, andere sind sogenannte
State-Quarters mit typischen Symbolen der verschiedenen Bundesstaaten –
bei Michigan sind beispielsweise die Großen Seen abgebildet. Eigentlich
wollten wir die State-Quarters der von uns besuchten Staaten sammeln,
haben dieses Hobby allerdings auch nicht leidenschaftlich genug
betrieben, so dass uns immer noch Kentucky fehlt. Mittlerweile schmieden
wir schon die nächsten Reisepläne – und beim nächsten Mal haben wir
dann hoffentlich die State Quarters von Arizona, Nevada und Kalifornien
im Gepäck. Und definitiv die grünen Zahnstocher...


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