Nashville/Tennessee. Von Pickups und Shotguns, Coyoten und Cowboys, Country-Music und mehr
Und wieder einmal geht ein langer Tag zu Ende. Heute
Morgen ging’s als erstes wieder ins Baptist Regional Medical Center um
John’s Onkel Doub zu besuchen. Dort trafen wir auch John’s Cousin Virgil
(den Bruder von Wendell), der uns stolz seinen verchromten Lincoln
Pickup-Truck vorführte und uns damit zu unserem popeligen Dodge fuhr. Da
wir ja hier im Süden unter Rednecks weilen, wird es Euch nicht
überraschen, dass sich auf der Ladefläche das obligatorische Gewehr
befand.
Dann machten wir uns auf in Richtung Tennessee, und
nach etwa eineinhalb Stunden landeten wir in Racoon Valley, um uns dort
mit John’s Onkel Ray zum Frühstück zu treffen. Das „Amber“-Restaurant
war ein typisches amerikanisches Highway-Diner, wie man es aus dem
Fernsehen kennt, wo die Kellnerin herumgeht und Kaffee nachschenkt. Und
selbstverständlich war es eiskalt drinnen.
Etwa vier Stunden später sind wir dann endlich am
(Zwischen-)Ziel unserer Träume angelangt: Nashville, auch bekannt als
Nashvegas (und das zu Recht!). Nachdem wir uns ein Zimmer im Days Inn
North genommen hatten, ging es aber erstmal zum Friedhof in
Hendersonville, um dort Johnny Cash und June Carter die letzte Ehre zu
erweisen.
Danach wollten wir eigentlichen den „Nashville City
Walk“ (einen Stadtrundgang mit historischem Schwerpunkt) hinter uns
bringen, sind aber prompt im Kneipenviertel gelandet. Und da es eh schon
spät war, sind wir gleich da geblieben. John und ich hatten ein bißchen
die Befürchtung, dass unsere hohen Erwartungen an diese Stadt
enttäuscht werden könnten, aber das Gegenteil war der Fall: Hier reiht
sich wirklich eine Bar an die andere, bunte Leuchtreklamen blinken um
die Wette, aus jeder Kneipe hört man Country-Livemusik, auf den Straßen
fahren weiße Pferdekutschen mit Touristen und gelegentlich begegnet man
einer Bande von Mädchen, die so aussehen, als wären sie direkt dem
„Coyote Ugly“ entsprungen – was womöglich sogar der Fall sein kann.
Als erstes sind wir im berühmten Wildhorse Saloon
gelandet. Hier gab es leider heute keine Livemusik, da derzeit –
Achtung! – Aufnahmen für die deutsche Popstars-Staffel laufen. Die
heutigen Auftritte haben wir leider/gottseidank verpasst, aber
vielleicht schauen wir morgen nochmal rein. Danach ging’s weiter in die
„Second Fiddle“, in der man sogar rauchen durfte und die Band auch
solche Alltime-Favourites wie den Folsom Prison Blues und Copperhead
Road im Programm hatte. Außerdem haben wir beim Hardrock-Café
vorbeigeschaut und ein bißchen in den Souvenirläden gestöbert.
Für
Morgen stehen dann noch die Besuche in der Country Music Hall of Fame
und in der Grand Ole Opry auf dem Programm. Ja, es besteht kein Zweifel:
We really made it to Nashville!















