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Samstag, 14. Juli 2012

Bienvenidos a Tijuana!

Escondido, San Diego/California.

Mensch, war das wieder ein langer Tag! Heute gibt es nur eine Kurzfassung unserer ausgedehnten Sightseeing-Tour plus Neuigkeiten zu der Mietwagengeschichte.

Um kurz vor 8 Uhr wurden wir vor dem King's Inn in San Diego von Greg, dem Organisator der San Diego Scenic Tours, abgeholt. Zuerst ging's nach La Jolla (sprich: La Hoja), wo die Reichen und Schönen wohnen, man könnte es als das Beverly Hills von San Diego bezeichnen. Hier gibt's auch einen Strand (La Jolla Shores), wo man Seehunden beim Baden zusehen kann. 
Danach ging es weiter auf die Halbinsel Coronado, wo es unter anderem das Hotel Coronado zu sehen gibt: es ist das älteste Gebäude der Insel, Schauplatz bekannter Filme und Herberge sämtlicher US-Präsidenten, abgesehen von Obama, der hier noch nicht genächtigt hat.
Nächster Stopp war Old Town San Diego, der alte Ortskern und gleichzeitig der Geburtsort Kaliforniens (zumindest hab ich das auf einem Schild gelesen). Hier hat's uns am Besten gefallen, mich hat die gemütliche Altstadt sehr an St. Augustine in Florida erinnert, abgesehen von den mexikanischen Einflüssen, die man hier überall sieht.
Nach dem halbstündigen Stadtbummel wurden wir am Hafen abgesetzt, um an Bord der Marietta eine Stunde in der San Diego Bay herumzuschippern. Danach hatten wir die Möglichkeit, im nahegelegenen Seaport Village rumzustreunen. Das Ambiente hier war auch sehr gemütlich, außerdem gab's schon wieder einen Harley Davidson Shop, was bei John ja sowieso immer Pluspunkte gibt (und ein T-Shirt war natürlich auch wieder drin).

Kurz vor 14:00 Uhr ging's dann Richtung Tijuana, Mexico: der Grenzübergang bei San Ysidro klappte problemlos, und nach einer kurzen Stadtrundfahrt hatten wir dann zwei Stunden Zeit zum Bummeln, Shoppen und Essen in der Avenida de Revolución. Von Greg wurde uns das Restaurant Tia Juana Tilly's empfohlen, und so gab es für uns dann gemischte mexikanische Spezialitäten wie Tacos, Burritos, Enchiladas und mehr, der Tequila danach durfte natürlich auch nicht fehlen. Da bekommt der Satz "wir waren heut beim Mexikaner essen" gleich eine andere Bedeutung :)

Auf der Heimfahrt waren wir dann froh, dass wir diese Tour gebucht haben und nicht auf eigene Faust und zu Fuß über die Grenze spaziert sind: die Auto- und Busschlangen waren ja schon lang, aber die Fußgänger hatten echt die Arschkarte gezogen: mit Regenschirmen mussten sich die Wartenden in der endlos langen Schlange vor der brennenden Sonne Mexicos schützen - hätten wir den Ausflug zu Fuß gemacht, würden wir wahrscheinlich jetzt noch dort stehen und warten. Aber auch für uns war die Rückkehr in die USA nicht so einfach: alle Touristen, die im Bus zurück über die Grenze wollen, müssen aussteigen und sich in eine Halle begeben, wo man dann Einzeln nochmal an einem Grenzbeamten vorbeiflanieren und den Pass vorzeigen muss. Taschen und Rücksäcke werden durchleuchtet, danach geht's über einen Bahnsteig in den nächsten McDonalds und durch die Hintertür in der 2. Etage dann zurück zum Bus. Mexico ist eine Reise wert :)



So, und jetzt noch schnell zu den Mietwagen-News: wie gestern bereits angedeutet, wollten wir das unpraktische Cabrio heute Abend dann wirklich umtauschen. Scheinbar hat das Auto unser Gespräch mitgehört, und sich mit einem lauten Warnsignal an uns gerächt: bis zur Mietwagenstation hat uns ein lauter Piepton darauf hingewiesen, dass das Verdeck angeblich nicht richtig geschlossen ist (was es jedoch war: wir haben das bestimmt zehnmal überprüft)! Der Umtausch funktionierte dann überraschend problemlos, und wir konnten kaum glauben, dass man uns gleich nochmal ein kostenloses Upgrate angeboten hat: jetzt sind wir mit einem Toyota RAV4, einem SUV, unterwegs - und selbst das bisher verbrauchte Benzin mussten wir nicht bezahlen und bekamen wieder einen vollgetankten Wagen! Wenn wir das Spielchen noch ein paarmal betreiben, werden wir wahrscheinlich mit einem Wohnmobil über die Golden Gate Bridge rollen - und ohne Ausgaben für Benzin :)

Freitag, 13. Juli 2012

California, here we come!

Escondido, San Diego/California.


Wer hat eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt, dass es in Kalifornien niemals regnet? Ach ja, Albert Hammond. Wir wissen nun aus erster Hand, dass das gelogen ist: bereits am Flughafen von San Diego empfing uns heute Morgen ein wolkenverhangener Himmel (vielleicht war's auch Smog), und die Sonne haben wir heute nicht ein einziges mal gesehen. Zwischendurch hat es dann auch immer mal wieder getröpfelt - was umso bedauerlicher ist, da wir seit heute oben ohne, also mit Cabrio unterwegs sind! :)
Den weißen Mitsubishi Eclipse Convertable gab's ohne Aufpreis als Entschädigung für die Strapazen, die wir heute schon bei der Hertz-Autovermietung auf uns nehmen mussten. Wobei die "Strapazen" so schlimm auch nicht waren: das erste Auto (ein Mazda 6) hatte einige ziemliche hässliche Kratzer, das zweite Auto war gar nicht erst da. Scheinbar lag da eine Verwechslung vor, jedenfalls war der Pickup-Truck, der fälschlicherweise auf dem Stellplatz stand, leider auch nicht tauglich, da er keine abschließbare Ladefläche für unser Gepäck hatte. Während John frustriert seine Parkplatz-Büro-Parkplatz-Runden drehte, hab ich im Nieselregen unsere vier Koffer bewacht. Das Ganze zog sich über längere Zeit hin, so dass es letztendlich als Ausgleich das Cabrio gab. Ehrlich gesagt spielen wir aber derzeit mit dem Gedanken, dass Auto morgen wieder umzutauschen: es war zwar schön, mit offenem Verdeck über den Freeway raus nach Escondido zu heizen, allerdings ist der Kofferraum so klein, dass gerade mal unser Handgepäck reinpasst, die beiden großen Koffer sitzen aufrecht auf der Rücksitzbank - Coolnessfaktor gleich Null.

Aber es gibt auch gute Nachrichten von hier: Das geheimnisvolle Super-Duper-Mega-Event, das dieses Wochenende hier stattfindet, ist zu Johns großer Erleichterung doch keine Schwulenparade, sondern die ComiCon - eine Comic Convention. Wie ich bereits in einem früheren Bericht erwähnte, war es deshalb nahezu eine Mission Impossible, in San Diego ein Hotel zu finden, und so hat es uns nach Escondido verschlagen, eine halbe Stunde nördlich von San Diego. Wir nächtigen heute und morgen im Rodeway Inn, das doch eher eine billigen Absteige ist, obwohl hier derzeit horrende Preise verlangt werden. 

Bis wir die Sache mit dem Mietwagen und dem Hotel geregelt hatten, war es schon später Nachmittag, so dass wir heute noch nicht so viel von San Diego gesehen haben. Die Fahrt zum Pazifik-Strand war allerdings ein Muss, und so sind wir zumindest mal an der Strandpromenade des Mission Beach entlangflaniert. Leider fallen die Bilder heute etwas trübe aus, aber morgen scheint hoffentlich wieder die Sonne! Auf dem Plan steht eine ganztägige Sightseeing-Tour, einschließlich Hafenrundfahrt mit dem Boot und Ausflug nach Tijuana in Mexico. Drückt uns die Daumen, dass alles gut geht und Ihr uns nicht in einem mexikanischen Knast besuchen müsst! :)