Posts mit dem Label Monterey werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Monterey werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 22. Juli 2012

Saddle up your horses, we're riding to Salinas!

Monterey, California.


One day up near Salinas, Lord... Abgesehen davon, dass John Steinbeck in Salinas geboren wurde, und die Stadt in einer Textzeile von "Me and Bobby McGee" erwähnt wird, ist hier echt nichts los - es sei denn, das Rodeo ist in der Stadt, so wie dieses Wochenende. Und wir waren gestern (Freitag) Abend live dabei, yee-haw!

Wir waren schon um 11:00 Uhr vormittags vor Ort, um Tickets zu kaufen und hatten uns eigentlich auf einen Riesentrubel wie bei einem Volksfest eingestellt - Fehlanzeige. Irgendwie haben wir aber die nächsten Stunden totgeschlagen, bis um 16:00 Uhr endlich die Tore aufgemacht wurden, das Rodeo selbst begann um 18:00 Uhr.

Die Arena ist zweigeteilt, so dass den Zuschauern Action non-stop geboten werden kann: In der Hauptarena ging's mit dem heißen Ritt auf dem Bullen los: nur wer sich länger als acht Sekunden auf dem Tier halten kann, bekommt Punkte. Auf dem Nebenschauplatz gab's Nervenkitzel für die Kinder: mit Schutzhelm und Ellbogenschonern ausgestattet konnten sie auf wilden Schafen erste Rodeoerfahrungen sammeln. Manche hielten es - sich an den Bauch des Schafs klammernd - sogar erstaunlich lange aus! 

In der großen Arena gab's dann weitere Wettbewerbe der Cowboys: hauptsächlich ging es darum, Kälber einzufangen - einzeln oder zu zweit, mit dem Lasso oder bloßen Händen, aber immer auf einem Pferd. Zwischendurch traten in der kleinen Arena Clowns oder Kunstreiter auf, es gab Wettreiten (gegeneinander oder einzeln als Hindernislauf auf Zeit), und irgendwann sogar einen Gemüselauf: als Broccoli oder Rosenkohl verkleidete Leute rannten um die Wette - kurz und gut: es wurde Einiges geboten :)


Obwohl unser Sonnenbrand noch immer nicht ganz verheilt ist, stand heute mal wieder ein fauler Vormittag am Strand auf dem Programm. Wir waren am weißen Sandstrand von Carmel-by-the-Sea, einem idyllischen Küstenstädtchen, dessen Besucher hauptsächlich ältere und stinkreiche Kunstliebhaber zu sein scheinen: dementsprechend reihen sich in der Innenstadt teure Restaurants, Boutiquen und Kunstgalerien aneinander. Aber wenigstens der Strand ist for free :)



Morgen geht dann der Roadtrip weiter, und vielleicht schaffen wir's sogar bis San Francisco, wir sind selbst schon gespannt!


 

Freitag, 20. Juli 2012

On Cannery Row, Monterey

Seaside, Monterey/California.


Heute ist wieder ein strahlend schöner Tag im Staate Kalifornien, auch wenn die Pazifik-Brisen ganz schön frisch sein können. Der Plan für heute sah eine weitere Erkundung Montereys vor. Damit Ihr auch was lernt, hier ein paar von Wikipedia geklaute Fakten:

Im Jahr 1602 wurde die Bucht von Sebastián Vizcaíno erforscht, der sie zu Ehren des Grafen von Monte Rey, dem Vizekönig von Neuspanien, benannte. Der 3. Juni 1770 gilt als das Gründungsdatum der Stadt. Die ersten Gebäude waren der Militärstützpunkt Presidio und die Mission Sankt Karl Boromäus. Im Jahr 1776 wurde Monterey zur Hauptstadt von Alta California und Baja California ernannt und war kurze Zeit auch Hauptstadt des jungen US-Bundesstaates Kalifornien.

Monterey war Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Fischerei- und Walfanghafen. Besondere Bedeutung kam dem Fang von Sardinen zu, deren Verarbeitungsbetriebe hauptsächlich entlang der Cannery Row anzutreffen waren. Mit der Eroberung durch US-Amerikaner endete im Juli 1846 die von der Junta von Monterey angestrebte Unabhängigkeit Kaliforniens.

Heute ist die wichtigste Einnahmequelle Montereys der Tourismus. Die Stadt ist der Handlungsort einiger Romane von John Steinbeck, darunter Tortilla Flat (1935) und Die Straße der Ölsardinen (Cannery Row, 1945). Quelle: Wikipedia

Der Fischfang wird hier noch immer groß geschrieben, und John und ich waren heute Mittag an der Fisherman's Wharf live dabei, als ein Ausflugsboot mit Hobbyfischern zurückkam, die stolz ihre Beute (Lachs) präsentierten. Da wir gestern schon an der Wharf waren, sind wir bald darauf zur Cannery Row gefahren, wo mal wieder der Tourismus-Bär steppte:

Die Cannery Row (wörtlich etwa: Konservenfabrikreihe) ist die Küstenstraße und das Tourismusviertel von Monterey, Kalifornien. Den Namen hat sie von den vielen Ölsardinenfabriken, die hier zwischen 1895 und etwa 1950 entstanden und betrieben wurden. Die Straße hieß früher Ocean View Avenue, heute ist der Spitzname offiziell. Nach dem Zusammenbruch der Sardinenfischerei wurde die Straße zum touristischen Zentrum von Monterey. Quelle: Wikipedia

Sehr bequem ist, dass hier in Monterey kostenlose Trolley-Fahrten angeboten werden, so dass man innerhalb kürzester Zeit bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten ist. Außerdem kann man damit auch eine Rundfahrt in und um die Nachbarstadt Pacific Grove machen, die sich selbst "Schmetterlingsstadt" nennt. Hier noch ein paar Bilder von heute:



Für Morgen haben wir uns was ganz Spannendes überlegt, aber wir müssen erstmal schauen, ob das klappt, deshalb halte ich mich jetzt noch ein bisschen bedeckt.

Stay tuned! :)


 

Donnerstag, 19. Juli 2012

On the Way to Monterey

Seaside, Monterey/California.


War das heute wieder eine aufregende Fahrt! Zwischen San Simeon und Monterey zeigt sich der Highway No.1 von seiner schönsten Seite: Ähnlich einem Alpenpass schlängelt sich die Straße die Berge auf und ab, während man auf der linken Seite die steil abfallenden Klippen und die rauschende Brandung bewundern kann, die weißen Sandstrände gibt's hier kaum noch. Kleine Parkbuchten entlang der Strecke laden zum Anhalten, Staunen und Fotografieren ein.

Das Erstaunliche für uns war, dass es entlang der Route - anders als sonst - keine Fastfoodbuden, keine billigen Souvenirläden, keine Hotels, keine Megasupermärkte, und ja: leider auch nicht soviele Tankstellen gab. Bislang scheint dieser Abschnitt des Highway No. 1 seltsamerweise vom Tourismus und dem Konsumwahn verschont geblieben zu sein, möge es noch lange so bleiben!

Um diese Etappe zu fahren, muss man sich gut rüsten: also vielleicht einen Snack einpacken, ein paar Getränke, das Auto tanken und vorher nochmal auf's Klo gehen :) Leider hatte uns das keiner gesagt. Die gute Nachricht: wir hatten Snacks dabei (einen Riesenbeutel mit 20 einzeln verpackten Chipstüten verschiedener Geschmacksrichtungen), das war's dann auch. Meine Cola light war schon lange ausgetrunken und wollte wieder entsorgt werden, da tauchte gottseidank das Big Sur Coast Gallery Café wie ein Lichtstreifen am Horizont auf. In der Galerie konnte man u.a. kunterbunte Vogelhäuser in interessanter Form bewundern (ab 90 Dollar pro Stück) - Papa, so eines hätte ich gern, kannst Du mir sowas bauen (Foto siehe unten)? Gerade als wir uns - mit Kuchen gestärkt und Getränken versorgt - wieder auf den Weg machen wollten, machte sich die Tankleuchte bemerkbar. Oh Schreck! Die letzte Tankstelle lag etwa zwei Stunden hinter uns, die nächste war - laut Navi - noch 40 Meilen entfernt. Die atemberaubend schöne Strecke war auf einmal nur noch halb so schön, und wir fingen schon zu debattieren an, wer denn nun zu Fuß Benzin holen müsse. Bergab schaltete John nun in den Leerlauf. Letztendlich tauchte dann doch eine winzig kleine Tankstelle am Straßenrand auf, die offenbar so unbedeutend ist, dass sie dem Navi entgangen ist - für uns war sie der schönste Anblick des Tages, und so gab's natürlich für den fleißigen Tankwart, der uns auch noch die dreckigen Scheiben putzte, ein schönes Trinkgeld. Der Tag war gerettet, und wir konnten den Rest der Fahrt wieder genießen.

Insgesamt sind wir heute um die 150 Meilen gefahren, sind aber noch immer ca. 140 Meilen von San Francisco entfernt. Jetzt sind wir in Monterey (bzw. Seaside, einem Ortsteil davon), und werden hier vier Nächte bleiben, obwohl wir nochmal das Hotel wechseln werden. Das Wochenende steht vor der Tür, was bedeutet, dass die Preise für eine Übernachtung sich fast verdoppeln, es ist zum Haare raufen!

Monterey hat Einiges zu bieten: eine Fisherman's Wharf (nicht zu verwechseln mit der in San Francisco), das Monterey Bay Aquarium, die von Steinbeck beschriebene Cannery Row, und natürlich Badestrände. Heute Nachmittag haben wir schon einen kleinen Spaziergang an der Wharf und der Monterey Bay entlang gemacht, an Baden oder Sonnen ist derzeit aufgrund unserer Blessuren leider noch immer nicht zu denken...


So, nochwas anderes, weil's mir gerade einfällt: es gibt hier übrigens keine Deosprays, zumindest nicht die, die man bei uns kaufen kann. Selbst im größten Supermarkt sind ca. 95% der Artikel in der Deo-Abteilung Roller oder Sticks, der Rest sind diese flüssigen Pumpsprays oder Deosprays die schon annähernd die Größe eines Feuerlöschers besitzen. Außerdem sind sämtliche Pflegeprodukte (Shampoo, Duschgel etc.) hier - im Vergleich zu Deutschland - verhältnismäßig teuer, also sollte man solche Dinge am besten in ausreichender Menge von zu Hause mitbringen, bevor man sich auf den Weg nach Amerika macht. Das war der wertvolle Reisetipp für heute :)

Wir wünschen Euch Allen eine gute Nacht und einen guten Morgen,