Montag, 30. August 2010

Live From Nashville, Tennessee

Nashville/Tennessee. Von Pickups und Shotguns, Coyoten und Cowboys, Country-Music und mehr


Und wieder einmal geht ein langer Tag zu Ende. Heute Morgen ging’s als erstes wieder ins Baptist Regional Medical Center um John’s Onkel Doub zu besuchen. Dort trafen wir auch John’s Cousin Virgil (den Bruder von Wendell), der uns stolz seinen verchromten Lincoln Pickup-Truck vorführte und uns damit zu unserem popeligen Dodge fuhr. Da wir ja hier im Süden unter Rednecks weilen, wird es Euch nicht überraschen, dass sich auf der Ladefläche das obligatorische Gewehr befand.

Dann machten wir uns auf in Richtung Tennessee, und nach etwa eineinhalb Stunden landeten wir in Racoon Valley, um uns dort mit John’s Onkel Ray zum Frühstück zu treffen. Das „Amber“-Restaurant war ein typisches amerikanisches Highway-Diner, wie man es aus dem Fernsehen kennt, wo die Kellnerin herumgeht und Kaffee nachschenkt. Und selbstverständlich war es eiskalt drinnen.


Etwa vier Stunden später sind wir dann endlich am (Zwischen-)Ziel unserer Träume angelangt: Nashville, auch bekannt als Nashvegas (und das zu Recht!). Nachdem wir uns ein Zimmer im Days Inn North genommen hatten, ging es aber erstmal zum Friedhof in Hendersonville, um dort Johnny Cash und June Carter die letzte Ehre zu erweisen.


Danach wollten wir eigentlichen den „Nashville City Walk“ (einen Stadtrundgang mit historischem Schwerpunkt) hinter uns bringen, sind aber prompt im Kneipenviertel gelandet. Und da es eh schon spät war, sind wir gleich da geblieben. John und ich hatten ein bißchen die Befürchtung, dass unsere hohen Erwartungen an diese Stadt enttäuscht werden könnten, aber das Gegenteil war der Fall: Hier reiht sich wirklich eine Bar an die andere, bunte Leuchtreklamen blinken um die Wette, aus jeder Kneipe hört man Country-Livemusik, auf den Straßen fahren weiße Pferdekutschen mit Touristen und gelegentlich begegnet man einer Bande von Mädchen, die so aussehen, als wären sie direkt dem „Coyote Ugly“ entsprungen – was womöglich sogar der Fall sein kann.

Als erstes sind wir im berühmten Wildhorse Saloon gelandet. Hier gab es leider heute keine Livemusik, da derzeit – Achtung! – Aufnahmen für die deutsche Popstars-Staffel laufen. Die heutigen Auftritte haben wir leider/gottseidank verpasst, aber vielleicht schauen wir morgen nochmal rein. Danach ging’s weiter in die „Second Fiddle“, in der man sogar rauchen durfte und die Band auch solche Alltime-Favourites wie den Folsom Prison Blues und Copperhead Road im Programm hatte. Außerdem haben wir beim Hardrock-Café vorbeigeschaut und ein bißchen in den Souvenirläden gestöbert.


Für Morgen stehen dann noch die Besuche in der Country Music Hall of Fame und in der Grand Ole Opry auf dem Programm. Ja, es besteht kein Zweifel: We really made it to Nashville!

 

1 Kommentar:

  1. We miss you already! :( Hope you are having lots of fun :)
    Lucretia

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