Da hatten wir so schöne Pläne für heute gemacht, und das Erste, was wir heute Morgen nach dem Aufwachen hörten, waren Donner und Regen. John schlug vor, trotzdem nach Downtown Detroit und zum Fluß zu fahren, weil so ein bißchen Regen uns schon nichts anhaben würde. In der gleichen Minute setzte dann ein Wolkenbruch ein, und der Himmel wurde dunkler und dunkler.
Der schnell erarbeitete Plan B sah vor, dass wir stattdessen ein bißchen Shoppen gehen würden. Wir wollten einige Geschäfte abklappern, und fingen in einem Sportgeschäft an. Unter anderem fanden wir dort sexy Sporthosen im Leopardenlook, und Lucretia und ich haben kurzfristig überlegt, ob wir uns ein paar kaufen sollten, damit wir Outfit-mäßig mit Patsy mithalten können :) Beim Verlassen des Ladens (ohne Leoprint-Hosen) empfing uns strahlender Sonnenschein, so dass wir uns dann doch schnell auf den Weg nach Detroit machten - oder eher "The D", wie die Einheimischen sagen.
Detroit wurde 1701 am Südufer des gleichnamigen Flusses von Antoine Laumet de Lamouthe Cadillac gegründet, der der Stadt auch den Namen gab. Auf der anderen Seite des Flusses liegt bereits Kanada, das man über eine Brücke erreichen kann, allerdings nur mit dem Auto und nicht zu Fuß.
Die derzeit gestaltete Flußpromenade ist 3,5 Meilen lang, aber wir haben nur einen Teil davon erkundet. Geparkt haben wir in der Nähe der Rivard Plaza, wo es unter anderem ein altes Familienkarussel, das Riverwalk Café, Sandskulpturen und einen überteuerten Fahrradverleih gibt. Zu Fuß ging es weiter zur General Motors Plaza & Promenade. Die Plaza ist ganz hübsch gemacht, mit Springbrunnen, Grünflächen und einer in Stein verewigten, riesengroßen Weltkarte. Im Gebäude befinden sich ein Hotel, mehrere Restaurants, ein paar Läden und natürlich jede Menge Autos.
Danach sind wir zur Hart Plaza marschiert, einem beliebten Schauplatz für Festivals, Konzerte und andere Events in Detroit. In der Mitte des Platzes soll es einen spektakulären Springbrunnen geben, der aber leider abgestellt war, und selbst Chris hat zugegeben, dass er den Springbrunnen eigentlich nie in Aktion gesehen hat. Wahrscheinlich ist der Brunnen nur Legende, um dumme Touristen wie uns anzulocken :) Außerdem gibt es an der Plaza das Underground Railroad Memorial, ein Denkmal, das neun Sklaven zeigt, die in Richtung Kanada und Freiheit blicken.
Dann liefen wir an der "Detroit Princess" (einem Ausflugsschiff) vorbei, bis hin zur Joe Louis Arena. Obwohl das Stadion nach dem berühmten Boxer benannt ist, ist es eigentlich die Heimat der Detroit Red Wings, der Eishockey Mannschaft. Auch wenn der Tag mit schlechtem Wetter begonnen hatte, war es mittlerweile wieder so heiß, dass unsere Jeans an den Beinen klebten. Dementsprechend war auch keiner groß in Stimmung, den Spaziergang noch mehr in die Länge zu ziehen, so dass wir dann kehrt machten und wieder zurück zur Rivard Plaza und zum Auto trabten.
Auf dem Heimweg haben wir noch schnell bei einem Supermarkt angehalten, und als wir wieder rauskamen, hatte es wieder zu regnen begonnen - das nennt man dann wohl perfektes Timing :)
Viele Grüße in die Heimat, heut Abend hab ich Bauerntopf gekocht (mit den mitgebrachten Maggi Fix Beuteln) und an Euch gedacht :)
Hallo Ihr zwei,
AntwortenLöscheneuch scheint es gut zu gehen, John sieht vor dem Polizeiauto aus als ob er besoffen ist und pinkeln muss :)) wünsch euch noch viel spass und uns viel zum lesen
Gruß Christine